Im Eiltempo zur Schwarzen Madonna

RSV-Rennradler pilgern im Schnelldurchgang nach Altötting

 

Schrobenhausen (ose): Einen weiteren Mosaikstein für den letzten Schliff an der Fitness für die bevorstehenden Saisonhöhepunkte und den dafür erforderlichen Segen von oben holte sich am Wochenende eine ursprünglich zehn-, dann neun- und letztendlich achtköpfige Gruppe von Langstreckenradlern vom Radsportverein Schrobenhausen mit einer Rennrad-Wallfahrt zur Schwarzen Madonna nach Altötting. 

Ausgehend von Schrobenhausen und Lichtenau wurde die 290 Kilometer lange, mit 1800 Höhenmetern gespickte Strecke in zwei Gruppen angegangen. Ab Reichertshofen wurde dann gemeinsam in die Pedale getreten. Und das nicht im Sonntagsnachmittagsspazierfahrermodus. Mit einer Fahrzeit von rund neuneinhalb Stunden stiegen Martha Schwarzbauer, Leonhard Hiereth, Andreas Babl, Michael Freundl, Jörg Bucher, Johann Schinagl, Hermann Koppold und Oskar Seidel am Ende mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas mehr als 30 km/h aus dem Sattel.   

Bei idealen Witterungsbedingungen stand die Ausfahrt allerdings von Anfang an unter keinem guten Stern. Bereits bei der Anfahrt zum gemeinsamen Treffpunkt ein totaler Getriebeschaden, sprich Schaltwerksdefekt, bei Josef Mayr. Reparatur auf die Schnelle unmöglich. Aus ursprünglich zehn waren es da schon nur mehr neun geworden. Unabhängig davon musste Bernhard Roider schon kurz nach dem Start in Schrobenhausen sogar einen Sturz mit Hautabschürfungen an Knien und Ellenbogen verkraften. Er konnte die Tour zwar dennoch mit angehen aber auch sein Schaltwerk war bereits ab diesen Zeitpunkt nicht mehr voll funktionsfähig. Den Geist komplett aufgegeben hat die geschundene Hardware dann auf dem Rückweg als bei der Fahrt durch Moosburg auf holprigen Pflaster das Schaltauge vollends abbrach. Reparatur vor Ort und Weiterfahrt unmöglich. Für die 60 Restkilometer waren somit dann nur mehr acht wackere Radler übrig geblieben. Beinahe wären es sogar nur mehr sieben gewesen. Denn ebenfalls auf der Heimfahrt wurde bereits vorher Hermann Koppold, dem “Plattenkönig von der Spargeltour“, erneut übel mitgespielt. Auf der Suche nach einem Lokal für die Mittagspause erlitt er in Neumarkt St. Veit das berufstypische Schicksal vieler Fahrradkuriere, er wurde klassisch “gedoord“. Eine unachtsame Luxuslimousinenfahrerin hatte ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten die Fahrertür geöffnet. Sowohl Radler Kopold wie auch sein Gefährt mussten die Fahrt danach leicht lädiert fortsetzen. Beide haben das Ziel Schrobenhausen dieses mal aber gemeinsam erreicht.