Radsportverein  sieht  erneut  Roth
Mountainbike-Meistertitel geht nach Weichering Tobias Roth Schnellster bei der "Offenen MTB-Vereiensmeisterschaft" 
Schrobenhausen (ose): Eine Punktlandung der unangenehmen und damit ganz sicher ungewollten Art haben die Verantwortlichen vom Radsportverein Schrobenhausen heuer bei der Terminauswahl für die Austragung der fünften Auflage der Offenen MountainbikeVereinsmeisterschaft am vergangenen Sonntag hingelegt. Während in den Vormittagsstunden vereinzelt sogar noch die Sonne zum Vorschein gekommen war zog es zum Nachmittag hin mehr und mehr zu bis es dann pünktlich zum vorgesehen Start um 14:00 Uhr wie aus Kübeln zu schütten begonnen hatte. Dazu auch noch äußerst unangenehme Windböen aus Nordwest. Die schon von Haus aus nicht ganz einfache Strecke, bis dahin in einem ausgezeichneten Zustand, verwandelte sich dadurch, zumindest in Teilbereichen, im Handumdrehen in eine schwer beherrschbare Schlammpiste. Besonders gefährlich dabei die holprigen Wurzelpassagen in den zahlreich zu bewältigenden Steigungen und Abfahrten. “Bei Nässe ist so etwas rutschiger und damit halsbrecherischer als Glatteis im Winter“, so die übereinstimmende Aussage mehrerer Teilnehmer. Zum Glück durchwegs glimpflich verlaufene Stürze und vorzeitige Aufgaben konnten da zwangsläufig nicht ausbleiben.  Die Länge des Rundkurses betrug sieben Kilometer. Dabei waren jeweils 90 Höhenmeter zu bewältigen. Gefordert wurden von den Herren drei, von den Damen zwei Runden.
Den widrigen äußeren Bedingungen entsprechend war das Fahrerfeld dann auch ziemlich übersichtlich. Lediglich dreizehn Geländespezialisten hatten sich am Ende zu einem Start am SSV-Sportgelände in der Högenau durchringen können. Mit Martha Schwarzbauer und Claudia Kentner bemerkenswerterweise auch zwei Damen. Wie viele andere auf den Start und damit auf die Chance der Titelverteidigung verzichtet hat Vorjahressieger Andreas Kigele vom Radteam Aichach. Damit war praktisch von Anfang an der Weg frei für Tobias Roth vom RV Wettstetten. Der überlegene Sieger vor drei Wochen beim Preis der Sparkasse in Aresing, von der Mehrzahl der anwesenden Zuschauer ohnehin als Favorit gehandelt, zog denn auch vom Start weg mehr oder weniger einsam seine Bahnen. Lediglich Kurt Walter vom veranstalteten RSV konnte dem einmal mehr souverän auftretenden Weicheringer auf den Fersen bleiben. Zumindest am Anfang. Nach dem ersten Durchgang lag Walter erst 18 Sekunden zurück. Aber dann. Nicht einmal der Verlust seines Hinterrades  - beim Überfahren eines Baumstumpfes hatte sich an Roth's Bike der hintere Schnellspanner gelöst -  konnte den erfahrenen Offroader am Ende von einem erneut überlegenen Sieg abhalten. Mit einer Fahrzeit von 56:56,19 Minuten passierte er am Ende die Ziellinie fast zwei Minuten vor seinem ersten Verfolger Walter. Mit 58:40,72 Minuten konnte auch der die Stundenmarke noch deutlich unterbieten. Rang zwei und der Vizemeistertitel waren der Lohn dafür. Rang drei sicherte sich der Aresinger Roland Kastl. Er war 1:01:59,63 Stunde unterwegs. Ein Kopf an Kopf Rennen entwickelte sich um Rang vier zwischen den beiden Schrobenhausenern Johann Bichler und Stefan Weidner. Mit 1:07:36,02 Stunde konnte Bichler das Duell auf der langen Zielgeraden letztlich für sich entscheiden. Weidner folgte vier Sekunden danach auf Rang fünf.  Aus anderen Gründen einsam war auch das Rennen für Martha Schwarzbauer. Nachdem ihre einzige Konkurrentin Claudia Kentner bereits in der ersten Runde den schwierigen Streckenverhältnissen mit mindestens vier unfreiwilligen Abstiegen  - so ganz genau konnte die Gute das am Ende gar nicht mehr rekapitulieren -  ihren Tribut zollen musste, konnte sich Schwarzbauer unangefochten den Sieg in der Damenwertung sichern. Nach 52:43,10 Minuten hatte sie ihr an diesem Tag nicht einfaches Pensum von zwei Runden abgeleistet.     
Mittlerweile zur Tradition geworden, wurde auch heuer am Ende wieder Kaffee und Kuchen angeboten. Ein gemütlicher Ausklang konnte jedoch auch beim besten Willen nicht aufkommen.
Das Heißgetränk musste nämlich primär zum Aufwärmen der klammen Finger Zweck entfremdet werden. Nicht zuletzt darunter hatte auch die Kuchennachfrage schwer zu leiden. So richtig Spaß bei der ansonsten obligatorischen Manöverkritik konnte da nicht aufkommen. “Trotz aller Widrigkeiten aber erneut eine gelungene Radsportveranstaltung“ so unisono MTBFachwart Sebastian Brandmayr und Vereinschef Jürgen Weiland. Darum ganz sicher auch ein neuer Anlauf zur sechsten Auflage im nächsten Jahr.