Schrobenhausener Radler erneut vom Wetter gebeutelt

Teilnehmerzahl an der Spargeltour hielt sich in Grenzen

Schrobenhausen (ose): “Irgendwas müssen wir falsch machen“, so das von Resignation geprägte Resümee von Vorstand und Cheforganisator Jürgen Weiland, nachdem der Radsportverein Schrobenhausen am vergangenen Pfingstsonntag bereits im vierten Jahr in Folge mit seiner Radtourenfahrt (RTF) “vom Spargelland durch den Frankenjura“, kurz “Spargeltour“, Pech mit dem Wetter hatte. Von leichtem Nieselregen bereits in den frühen Morgenstunden, über permanent stürmischen Nordwestwind bis hin zu Starkregen im Wellheimer Trockental im Laufe des Vormittags war bei der 24. Auflage des Schrobenhausener Radlerfestes so ziemlich alles geboten, was einen Radsportler normalerweise davon abhält, sich auf seinen fahrbaren Untersatz zu schwingen. Der sich in Grenzen haltende Andrang am Anmeldeschalter bestätigte bereits früh diese These. In Anbetracht der vorhergesagten und letztlich auch eingetretenen widrigen Verhältnisse könnten 125 Teilnehmer allerdings sogar noch als Erfolg gewertet werden, so Vereinschef Weiland. Für Kassenwart Anton Reisner, dürfte es allerdings erneut ein Schlag ins Kontor gewesen sein.

Vorbereitet war wie gewohnt alles bis ins letzte Detail. Streckenführung über drei unterschiedliche, überwiegend verkehrsarme Distanzen, reizvolle Landschaft, vorbildliche Beschilderung und nicht zuletzt die üppige Verpflegung an den Versorgungsstellen am Kienberg und in Rennertshofen wurden von den wetterfesten Teilnehmern durchwegs nur in den höchsten Tönen gelobt. Obwohl am Sonntag nur von ganz wenigen in Angriff genommen, fand erneut auch die Langdistanz mit ihren knackigen Anstiegen am Kienberg, am Wellheimer Burgberg und von Wellheim hinauf nach Biesenhart nur lobende Worte. Nur nass und windig war’s halt.

Von Unfällen mit schwerwiegenderen Folgen blieb die Veranstaltung auch heuer glücklicherweise verschont. Rekordverdächtig hervorgetan hat sich allerdings ein Radsportler aus Mühlried mit seinen 6, in Worten “sechs“, Reifenpannen am Stück. In Ermangelung weiterer Ersatzschläuche musste der Pechvogel am Ende die Reststrecke ins Ziel in der Georg-Leinfelder-Straße mit dem ansonsten beschäftigungslosen Besenwagen zurücklegen. War zwar nicht sehr erbauend für den Betroffenen, aber a ries'n Gaudi war‘s.

Der Pokal für die zahlenmäßig stärkste vorangemeldete Gruppe ging wie vor Jahresfrist an die Radsportler vom Radhaus Ingolstadt e. V.

Bei ansprechendem kulinarischem Angebot konnte man den verunglückten Radlertag ab den frühen Nachmittagsstunden sogar noch vor der Mehrfachturnhalle im Freien ausklingen lassen. Sonnenschein und angenehme Temperaturen kamen aber leider zu spät um für einen gänzlich versöhnlichen Abschluss der Veranstaltung zu sorgen.

Den erneut widrigen Umständen zum Trotz, wird es am ersten Juniwochenende des nächsten Jahres, dann