Vom Paartal über Fichtelgebirge und Vogtland
nach Berlin

 

Die RSV-Radfernfahrt endete nach 600 Kilometern glücklich in Berlin

Schrobenhausen (tsj) Rund 600 Kilometer, 4100 Höhenmeter und alles was das Wetter zu bieten hatte: Die 31 sportlichen Recken des Schrobenhausener Radsportvereins erreichten nach vier Tagen auf dem Rennrad die Bundeshauptstadt. Auch vier Damen waren bei der siebten RSV-Fernfahrt nach Berlin per Rennrad mit von der Partie. 
 
Es war die absolute Schau als der Riesentross im leuchtend roten RSV-Trikot am vergangenen Montag in der Bundeshauptstadt auf Heerstraße und Kaiserdamm Siegessäule und Brandenburger Tor zusteuerte. Am Straßenrand drangen den 31 Rennradlern immer wieder anerkennende Anfeuerungsrufe entgegen. Manche der Passanten zückten gar bass erstaunt ihr Smartphone, um das Schauspiel festzuhalten.  Glücklich und zufrieden erreichten alle Teilnehmer weitgehend verletzungsfrei das gemeinsame Ziel. Für den ein oder anderen gab es gar einen persönlichen Strecken- beziehungsweise Höhenrekord zu verzeichnen. Zwölf platte Reifen und ein defektes Kettenglied galt es im Verlauf der gesamten Fahrt zu reparieren. Durch malerische Landschaften von Fichtelgebirge über das Vogtland und Seenlandschaften zum Schluss quer durch den Grunewald führte die Strecke – flankiert von geschichtsträchtigen Orten wie der Lutherstadt Wittenberg, Leipzig oder Potsdam. Dabei waren Wetterprognosen zu Beginn alles andere als rosig. Bei gerade einmal elf Grad startete am Freitag der erste Pulk in aller Früh und eingepackt in farbenfrohe Regenmontur vom Busbahnhof aus. Auf zwei kurzen Stopps quer durchs Donaumoos wurden die restlichen Teilnehmer zusammengesammelt. Auf der letzten Etappe von Gröbern nach Berlin stießen dann auch die sieben Mann um Oskar Seidel dazu, die die komplette Strecke nach Berlin in einem Rutsch absolvierten.  Waren alle auf den ersten beiden Etappen nach Pegnitz und Reichenbach nahezu trocken geblieben, so erwischte der Tross am dritten Tag mit Tagesziel Gröbern am See eine Regenfront. Auf 60 Kilometern zeigte das Nass von oben kein Erbarmen. Alles kein Thema bei guter Schlechtwetterausrüstung. Zudem wurden alle bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen auf der kompletten letzten Etappe nach Berlin wieder entschädigt. Zu verdanken ist das radtouristische Spektakel Vorstand Jürgen Weiland, der in akribischer Feinarbeit im Vorfeld die Route ausarbeitete, in Tagesetappen einteilte, Mittagsrestauration und Übernachtung für die ganze Meute organisierte. Kein leichtes Unterfangen, denn bei jeder Station müssen nicht nur Mann und Frau Platz finden, sondern auch die Räder wollen sicher untergebracht sein.  Für den Gepäckshuttleservice im Begleitkleinbus zeichnete Ilse Kramschuster stets bestens gelaunt verantwortlich. So konnte während der Mittagspausen bei Bedarf auch mal die nasse Montur gegen eine trockene aus dem Besenwagen getauscht werden. „Die Tourenguides vorn an der Spitze wie hinten am Ende der Truppe haben ihren Job super gemacht“, betonte Jürgen Weiland freudig. Auch über das kollegiale Miteinander und die stets gute Stimmung verlor der Chef nur positive Worte.  „Das machst nur einmal im Leben: Mit dem Rennrad um die Siegessäule und in diesem Pulk direkt aufs Brandenburger Tor zu. Wahnsinnig schön!“, brachte Toni Reisner am Ende absolut überwältigt seine Begeisterung über das fulminante Finale der letzten der vier Etappen auf den Punkt. Der RSV-Kassier schien damit allen Teilnehmern aus der Seele zu sprechen. Obendrein gab es durch die Bank ein dickes Lob für Jürgen Weilands optimale Organisation und Planung.  Per Reisebus samt Radtransport ging es am Dienstag nach der morgendlichen Bootsfahrt auf der Spree zurück nach Schrobenhausen.