Von der Paar ans Mittelmeer

Die Idee stammte von Franz Kistler. Als passionierter Rennradler war es sein lang gehegter Wunsch, einmal die Strecke Schrobenhausen-Kalamata mit dem Rennrad zu bewältigen.

Für dieses Vorhaben konnte er schnell fünf weitere Mitglieder des Radsportvereins Schrobenhausen begeistern.

Am 11. Juni starteten mit ihm Jürgen Weiland, Claudia Schmid, Hermann Büchl, Jutta und Andy Stohl zur ersten Etappe. Diese führte von Schrobenhausen nach Lenggries. Dann über Achenkirch, Innsbruck und Brennerpass nach Sterzing. Weitere Etappenziele waren Trento, Cerea in der veronesischen Tiefebene, Lugo und die Küstenstadt Fano. Die Überfahrt auf der Fähre von Ancona bis zum griechischen Igoumenitsa erfolgte in der Nacht zum 18. Juni.

Die erste Etappe auf griechischem Boden führte zunächst bis Mitikas. Dieser Ort liegt nur wenige Kilometer vor der Stadt Preveza, die an der Spitze der Halbinsel liegt, welche den Golf von Arta vom ionischen Meer trennt.

Ein besonderes Highlight am neunten Tag der Reise war die Überquerung des Golfs von Korinth über die Charilos-Tirkoupis-Brücke, die Rio mit Patras verbindet.

Nebenbei sei erwähnt, dass Otto Rehagel, der damalige Trainer der griechischen Fußballnationalmannschaft und Gewinner der Europameisterschaft 2004, bei der Einweihung am 8. August 2004 das Olympische Feuer, das auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen in Athen war, über die Brücke tragen durfte.

Die Fahrt von Patras nach Kalavrita im Norden der Halbinsel Peloponnes war bei Steigungen bis 19 Prozent eine wahrhaft schweißtreibende Angelegenheit, denn mittlerweile waren die Temperaturen auf über 40 Grad geklettert. Das Tagesziel am Tag darauf war Olympia, Ort der antiken Olympischen Spiele und Ziel vieler Touristen.

Die letzte Etappe nach Kalamata bei einer Rekordtemperatur von 44,4 Grad verlief auf relativ ebenem Terrain, endete aber mit einem saftigen Schlussanstieg.

Geplant wurde die überaus gelungene Rennradreise über rund 1.450 Kilometer und 9.600 Höhenmetern von Initiator Franz Kistler zusammen mit dem RSV-Vereinschef Jürgen Weiland.

Geblieben sind zahlreiche unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse.