RSV Schrobenhausen - mein Verein

 

Oskar Seidel

 

 

Vielen Dank an

Oskar Seidel

für den Pressebericht

und die Bildergalerie

in Zusammenarbeit

mit Vereinschef

Franz Kistler.

 

Franz Kistler

Pedalritter, Kettensprenger und Feierbiester

Der Radsportverein Schrobenhausen ist breit aufgestellt

  

Schrobenhausen (ose):

 

Welchen Zielen hat sich ihr Verein verschrieben?

Der Radsportverein sieht sich als Sammelbecken für Radsportbegeisterte nahezu jeglicher Couleur. Schwerpunktmäßig zur sportlichen Freizeitgestaltung mit Gleichgesinnten ohne jeglichen Leistungsdruck. Neben dem Radsport wird jedoch auch großer Wert den gesellschaftlichen Sektor gelegt. Nicht zuletzt  tritt der Verein immer wieder auch in karitativer Hinsicht positiv in Erscheinung.

 

Gründe, warum man unbedingt RSV Mitglied werden sollte?

Zwanglose Sportgemeinschaft auf unterschiedlichen Leistungsniveaus ohne Rennorientierung. Ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl. Breit gefächertes Angebot mit Rennrad, Gravel, MTB, Indoor-Cycling in der kalten Jahreszeit, Nordic-Ski im Januar und Februar mit Langlauf im Skating und klassischem Stil, übers Jahr verteilte gesellige Treffen und monatlicher Stammtisch im Vereinslokal.

Extrem Nonstop-Langstreckentouren mit den “Kettensprengern“. Teilnahme an Radmarathons wie Ötztal RM, Maratona di Dolomiti, Engadiin RM, Mallorca 312, TOUR Transalp, Alpencup, Austria Toptour und viele mehr.

 

Was sind, übers Jahr gesehen , die Höhepunkte im Vereinsleben?

Die Mehrzahl der Höhepunkte sind naturgemäß im sportlichen Bereich angesiedelt. Traditionell beginnt das Sportjahr mit Radsportwochen im März auf Mallorca und im Mai auf dem Peloponnes im Süden Griechenlands. Immer am ersten Wochenende im Juni geht die Spargeltour über die Bühne. Eine in Radsportkreisen bekannte Radtourenfahrt (RTF) bei der drei verschiedene Strecken in den nördlichen Frankenjura angeboten werden. Die diesjährige 27. Auflage ist, wie heuer so Vieles, leider dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Regelmäßig wird auch an RTF's anderer Radsportvereine teilgenommen. Stellvertretend seien an dieser Stelle genannt Aichach, Donauwörth, Erding, Moosburg oder Bad Feilnbach mit der Wendelsteinrundfahrt. 

Unterteilt in verschiedene Leistungsgruppen finden vereinsintern über die Sommersaison verteilt mindestens sieben geführte Rennradtouren statt. In der Mehrzahl als Halbtagstouren, zwei bis dreimal auch ganztägig. Beliebte Zielgebiete dafür sind unter anderen immer wieder das Dachauer Hinterland, die Hallertau, das  Donaumoos, das Wittelsbacher Land wie auch das  Altmühltal.  Mittlerweile schon zur Tradition geworden auch der Abstecher Mitte Juli zum 24-Stunden Rennen nach Kelheim. Seit Jahren gehen dort regelmäßig Schrobenhausener Radsportler im Team aber auch als Einzelkämpfer mit am Ende zum Teil respektablen Platzierungen an den Start. Höhepunkt jeder Sommersaison ist seit 2013 jeweils eine Mehrtagesfahrt Mitte August. Immer um den Feiertag Maria Himmelfahrt werden dabei im Rahmen einer vier- bis fünftägigen Tour verschiedene Ziele im In- und Ausland angesteuert.       In der Vergangenheit herausragend dabei Prag, Berlin, Verona oder zuletzt Rottweil am Ostrand des Schwarzwaldes. Als zusätzlicher Impuls zum Aufbau der neuesten Schrobenhausener Städtepartnerschaft wurde 2018 dem Kurpfälzischem Schwetzingen ein Besuch abgestattet. Meist, jedoch nicht immer zeitgleich mit dem Haupttross steuern die RSV-Langstreckenradler, die “Kettensprenger“, ihre Ziele jeweils nonstop an. Herausragend dabei Prag, Berlin, Hamburg, Amsterdam und zuletzt Rom. Letzteres allerdings virtuell auf der Rolle. Dabei können sich bis zu 40 Stunden ohne Schlaf im Rennsattel “zusammenläppern“. 

Die sportlichen Höhepunkte für die Mountainbiker sind in den Herbst terminiert. Anfang Oktober, wird in Aresing zunächst der Preis der Sparkasse ausgefahren. Zwei Wochen später folgt die Offene MTB-Vereinsmeisterschaft in der Högenau.

 

In gesellschaftlicher Hinsicht beginnt der Jahresablauf nach der Jahreshauptversammlung im Januar mit der Fahrradsegnung im April auf Maria Beinberg. Das absolute Highlight folgt Mitte Juli mit dem RSV-Sommerfest auf dem Meßnerhof in Linden. Als Dank an all die fleißigen helfenden Hände, vornehmlich erforderlich bei der Durchführung der Spargeltour, spendiert der Verein in der Regel zum Saisonende ein so genanntes Helferessen. Immer am ersten Adventswochenende geht die stimmungsvolle Weihnachtsfeier im Vereinslokal mit adventlicher Musik und weihnachtlichen Geschichten über die Bühne. Der daraus erzielte finanzielle Überschuß wird regelmäßig einem karitativem Zweck zugeführt.

 

Wann und wo wurde der Verein gegründet?

Aus der Taufe gehoben wurde der Verein am 25. Februar 1983 im damaligen Schrobenhausener Ratskeller. Im Gründungsprotokoll sind 35 Radsportbegeisterte vermerkt. Als Gründungsvorstand fungierte über ein Vierteljahrhundert Josef Pauler. Gründer, die dem Verein bis in die Gegenwart die Treue gehalten haben, sind Josef Schmidl, Peter Ott, Horst Pesler, Heinz Lindstädt und Anton Stichlmair. Ebenfalllls ein Mann der ersten Stunde ist Karl Schöberl. Ihm, dem zurzeit ältestem Vereinsmitglied, wurde bisher als einzigem die RSV-Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Mit großen Visionen, die sich aber letztendlich durch die Bank als Luftschlösser offenbart haben und dementsprechend im Sande verlaufen waren, übernahm 2010 Günter Höckmayr die Vereinsführung. Bereits nach einer Wahlperiode war für den Kühbacher allerdings schon wieder Schicht im Schacht. Der Neustart in eine bessere Zukunft gelang erst als Jürgen Weiland den Vorsitz übernahm. Er stand für eine zeitgemäße Vereinsführung, Transparenz und Weitblick.     Seit 2018 wird der Radsportverein im Sinne Weilands von Franz Kistler geführt.

 

Welche Meilensteine gab es in ihrem Verein?

Ein absoluter Meilenstein in der Vereinsgeschichte stellt die Übernahme der Vereinsführung durch den leider viel zu früh verstorbenen Jürgen Weiland dar. Er war es, der mit seiner Führungsstärke und ausgestattet mit einem unübertroffenen Organisationsgeschick den RSV in seine heutige Struktur umgestaltete.  Speziell die mittlerweile aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenkenden Mehrtagesfahrten oder aber auch das jährliche Sommerfest sind auf seine Initiativen zurückzuführen. Die Mitgliederzahl wurde unter Weiland nahezu verdoppelt.

 

Was war das schönste Ereignis im Vereinsleben, an das Sie sich erinnern?

In sportlicher wie auch organisatorischer Hinsicht war das die rundum gelungene Fünftagesfahrt nach Verona im vergangenen Jahr. Eine logistische Meisterleistung allein schon hinsichtlich der Planungen für die rundumfängliche Verpflegung und Unterbringung der summa summarum 35 Teilnehmer.

 

Wie viele Mitglieder hat der Verein? Und wie ist die Tendenz bei der Mitgliederzahl?

Dem Radsportverein gehören momentan 110 Personen an. Tendenz langsam aber stetig steigend. Der Frauenanteil beträgt mit 27 Sportlerinnen ein gutes Viertel. Ein Indiz für die Attraktivität des Schrobenhausener Radsportvereins auch für nicht im Stadtgebiet ansässige Radsportler ist die Tatsache, dass genau die Hälfte davon im näheren und weiteren Umland beheimatet ist. Das weitläufige Einzugsgebiet reicht das Donautal entlang von Rain am Lech über Neuburg, Weichering und Ingolstadt bis Voburg. Weiterhin mehr oder weniger stark vertreten sind die Gemeinden Reichertshofen, Brunnen, Hohenwart, Karlshuld, Königsmoos, Berg im Gau, Langenmosen, Aresing, Gachenbach, Pöttmes, Ehekirchen und sogar München.

 

Gibt es Abteilungen oder eine andere Art der Vereinsstruktur?

Spezielle Abteilungen gibt es nicht. Der Verein wird geführt von einer dreiköpfigen Kernvorstandschaft bestehend aus Vorsitzendem, Geschäftsführerin und Schatzmeister. Komplettiert wird das Vorstandsgremium mit acht Fachwarten zuständig für die Bereiche “Gesellschaft und Veranstaltungen“, “Planung und Durchführung geführte Touren“, “Mountainbike“, “Equipment“, “RSV-Webside“ und last but not least “Pressearbeit“. Zusätzlich hat sich in den letzten Jahren eine spezielle Truppe von Langstreckenradlern, die “Kettensprenger“ etabliert. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht in Gruppenstärken von sechs bis maximal acht Fahrern Extremstrecken in einem Rutsch zu bewältigen.

 

Wie finanziert sich der Verein?

Der Verein finanziert sich in der Hauptsache aus Mitgliedsbeiträgen. Zurzeit 15 Sponsoren, jeweils mit dem Firmenlogo vertreten auf der RSV-Homepage, stellen zusätzliche Einnahmen sicher. Gute äußere Bedingungen vorausgesetzt, wird mit der Spargeltour in der Regel ein finanzieller Überschuss erwirtschaftet.

 

Welche Räume bzw. Anlagen stehen dem Verein zur Verfügung?

Spezielle Anlagen und Räumlichkeiten sind zum Betreiben des Radsports, sei es auf der Straße oder im Gelände, nicht erforderlich. Für die individuelle Ausrüstung hat jeder Einzelne in Eigenverantwortung zu sorgen. Zur Lagerung des vereinseigenen Equipments stellt die Stadt Schrobenhausen dem Radsportverein gegen einen geringen Mietzins den ehemaligen Lagerschuppen der Mühlrieder Feuerwehr zur Verfügung. Als Basisstation für die Durchführung der Spargeltour stellt die Stadt seit jeher die Dreifachturnhalle an der Georg-Leinfelder-Straße zur Verfügung.

Nach der Schließung des langjährigen Vereinslokals Zur Post, die Radsportler waren dort seit 1994 beheimatet, hat der Verein nach kurzer Zwischenstation im Bauernbräu zwischenzeitlich eine neue Heimat im Gasthof Stief an der Aichacher Straße gefunden. Für Vorträge ist der RSV in der Vergangenheit bereits mehrmals im Kolpinghaus untergekommen. Eine feste städtische Lokalität für solche Veranstaltungen zur Nutzung auch durch andere Vereine wäre durchaus von Vorteil. Stellt für den RSV jedoch ein nicht unbedingtes “must have“ dar.

 

Welche Rolle spielt die Jugendarbeit in ihrem Verein?

Einen Fachbereich Jugend gibt es beim RSV nicht mehr. Vor rund sechs Jahren sind entsprechende Aktivitäten eher mehr als weniger nach und nach eingeschlafen. Die Lebensalterspanne reicht beim RSV momentan von 20 bis 84 Jahre. Der Schwerpunkt liegt dabei im oberen Bereich der 40-iger Dekade. Die Mehrzahl der aktiven RSV-Sportler entdeckt in der Regel erst nach Abschluss einer anderen sportlichen Karriere zum Beispiel als Fußballer oder Läufer ihre Leidenschaft für den Radsport. Dann aber meistens mit Haut und Haaren.

 

Wo sehen Sie Ihren Verein in zehn Jahren?

Vorausgesetzt die momentane Situation mit dem allgegenwärtigen totalen Stillstand sowohl im gesellschaftlichen wie auch im sportlichen Bereich entspannt sich in absehbarer Zeit wieder nachhaltig ist das Fortbestehen des Vereins absolut gewährleistet. Es wird definitiv auch in 10 Jahren noch genügend sportbegeisterte Zeitgenossen vornehmlich im mittleren Alter geben, denen es unheimlichen Spaß bereitet die Welt mit Gleichgesinnten aus der Perspektive des sportlichen Radfahrers zu erleben.

 

Wie kann man Kontakt zu Ihrem Verein Aufnehmen?

Wer mehr über die Aktivitäten und die Struktur des Radsportvereins erfahren möchte sollte die RSV-Webside rsv-schrobenhausen.de besuchen. Wer Kontakt aufnehmen möchte findet dort     entsprechende E-Mail-Adressen und Telefonnummern unter der Rubrik Vorstandschaft/Fachbereiche. Ein Beitritt kann auch online erfolgen.

Tour Transalp

Schrobenhausener Radsportler treten auch auf internationaler Ebene immer wieder in Erscheinung. Im Bild Andreas Babl (links) und Oskar Seidel nach sieben Tagesetappen kreuz und quer durch die Dolomiten mit insgesamt rund 900 Kilometern und 18500 Höhenmetern bei der Zieldurchfahrt bei der Tour Transalp in Riva am Gardasee.

Verona 2019

Das absolute Highlight der bisherigen RSV-Sommerfahrten. Die fünftägige Tour führte im letzten Jahr 35 RSV-Radsportler nach Verona. Erstes Anlaufziel war dort die antike Arena im Zentrum der historischen Altstadt.

Kalamata 2019

Neben Alcudia auf Mallorca absolvieren die RSV-Radsportler im Frühjahr regelmäßig auch eine Trainingswoche rund um die Hafenstadt Kalamata auf dem Peloponnes im Süden Griechenlands.

Im Hintergrund die weitläufige Bucht mit dem Hafen Kalameta.  

Geführte Tour - Ampertal

Geführte Tour - de Moos

Mindestens sieben geführte Rennradtouren stehen pro Sommersaison im Veranstaltungskalender der RSV-Radsportler. Ob Tour de Moos mit den für diesen Landstrich typischen schnurgeraden Birkenalleen und ganz wenig Höhenmetern oder eine hügelige Ausfahrt durch's Ampertal,  Angebote gibt es für jeden Geschmack und unterschiedliche Leistungsstufen.

Spinning 1

Spinning 2

Um fit über die Wintermonate zu kommen betätigen sich RSV-Sportler in Normalzeiten wöchentlich mehrmals auf dem Spinningrad im Fitnessstudio. Aus bekannten Gründen ist dies momentan allerdings nicht möglich.

MTB Aresing

Immer zum Saisonende hin messen beim RSV die Mountainbiker ihre Kräfte. Zunächst beim Preis der Sparkasse in Aresing. Zwei Wochen später bei der Offenen RSV-MTB-Vereinsmeisterschaft in der Högenau.

Kettensprenger Hamburg

Die RSV-Kettensprenger haben es sich zur Aufgabe gemacht ihre entfernten Ziele jeweils in einem Rutsch anzusteuern. 2018 war dies Hamburg. 720 Kilometer, 4500 Höhenmeter und 27 Stunden nonstop im Rennsattel. Von links: Leonhard Hiereth, Michael Freundl, Werner Freundl, Oskar Seidel, Andreas Babl und Siegfried Veitinger.

 

Kettensprenger Verona

 Die RSV-Kettensprenger haben es sich zur Aufgabe gemacht ihre entfernten Ziele jeweils in einem Rutsch anzusteuern. 2019 war dies Verona. 520 Kilometer, 3500 Höhenmeter und fast 18 Stunden nonstop im Rennsattel. Von links: Siegfried Veitinger, Michael Freundl, Wilhelm Lehmeier, Oskar Seidel, Anton Karmann und Andreas Babl.

Berlin

Besuch in der Hauptstadt. Im Jahr 2017 führte die große RSV-Sommerfahrt nach Berlin. Absoluter Höhepunkt war dabei der “Zieleinlauf“ von der Siegessäule kommend entlang der  Straße des 17. Juni Richtung Brandenburger Tor. 

Vereinschef Franz Kistler

RSV-Vereinschef Franz Kistler in seinem Element auf Rennradtour in den Bergen im Hinterland von Kalamata auf dem Peloponnes.

RSV Vorstand

Das aktuelle RSV-Vorstandsgremium. Stehend von Links: Anton Reisner, Sebastian Brandmayr, Tanja Staimer, Vereinschef Franz Kistler, Monika Justl, Stanislaus Gamperl, Ulricke Freundl, Johann Bichler und Michaela Babl. Kniend von links: Hermann Büchl, Claudia Schmid und Oskar Seidel.